Derselbe Filter, zwei Angaben. Auf Zeichnungen und in Messprogrammen steht entweder eine Grenzwellenlänge in Millimeter oder eine Grenzwellenzahl in Wellen pro Umdrehung. Wer beide vergleichen will, muss umrechnen.
Beim Antasten und besonders beim Scannen überlagern Schwingungen, Rauschen und Oberflächenstruktur das eigentliche Formsignal. Was das Messgerät aufnimmt, ist die Summe aus Bauteilform und Störanteil. Ein Filter trennt die beiden, indem er festlegt, ab welcher Wellenlänge ein Anteil noch zur Form gezählt wird.
Für runde Messungen — Bohrung, Welle, Zylinder — wird dieselbe Grenze auf zwei Weisen ausgedrückt. Die Grenzwellenlänge gibt sie als Länge in Millimeter an und gilt für jede Messbahn, gerade oder rund. Die Grenzwellenzahl zählt stattdessen die Wellen, die auf einen Umlauf passen: Einheit W/U, Wellen pro Umdrehung, englisch UPR für undulations per revolution. Sie ist nur bei kreisförmigen Messungen definiert, weil sie den Umfang als Bezug braucht.
Der Umfang eines Kreises ist π · d. Verteilt man darauf n Wellen, ist jede Welle π · d / n lang. Daraus ergeben sich beide Richtungen:
Damit ist auch klar, warum die Wellenzahl allein nichts über die Auflösung sagt: Dieselben 15 W/U bedeuten bei einer 8-mm-Bohrung eine Grenzwellenlänge von 1.68 mm, bei einem 200-mm-Zylinder 41.89 mm. Die Angabe ist immer an den Durchmesser gebunden.
Der Kreisdurchmesser gilt für beide Richtungen. Alle Werte rechnen sofort.